Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt.

Dieses Zitat ist zwar abgedroschen wie der Acker im Herbst, aber passt halt so gut auf einen Reiseblog ;-)).

spiegelung im bike
Wenn’s putzt is, is ganz sauber.

Würde mich über Rückmeldung freuen!

Disclaimer: bla-bla-bla

Zirbitzkogel

Während unseres Urlaubs in der Steiermark, haben wir diesen 2.000er „bezwungen“. Der Aufstieg durch den Wald war besonders schön, da einsam. Immer wieder waren Bergbäche zu queren und Weidezäune zu übersteigen. Der Aufstieg zum Kogel ober der Baumgrenze ist teilweise sehr steil. Der Weg ist aber halbwegs gut markiert.

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Auf der Hütte gibt es einfaches, aber gutes Essen. Beim Abstieg waren dann schon viele Wanderer auf der klassischen Route unterwegs. Da wir schon um etwa 7:00 Uhr aufgebrochen sind, konnten wir auf der Tonnerhütte dann ein sehr gutes Mittagessen genießen.

Südtirol – Dolomiten

8. bis 16. 8. 1997

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Nebel im Engadin

Wieder mal mit der Maschin’ allein unterwegs. Herrliche, aber auch anstrengende Tour. Tolle Alpenstraßen und viel Zeit zum Denken und Lesen (Raoul Schrott: Finis Terrae und Lerry Niven und Jerry Pournelle: Luzifers Hammer).

Tourtrack gibt es hier.

8.8.

Abfahrt um 06.14. Die Fahrt bis zur Autobahnstation Innsbruck, die ich um etwa 12.00 erreiche, verläuft gut und ereignislos. Das Wetter ist anfangs nur leicht bewölkt. Vor Innsbruck setzt starker Regen ein. Ich verbringe meine Mittagspause hier in der Autobahnstation, während es draußen heftig regnet. Die Station ist voll.  Ich schäle mich aus meiner Montur und mache es mir gemütlich, esse, studiere den Straßenplan. Ich bin bis hierher fast durchgefahren, nur in Lindach kurze Jausenpause und in Wörgl Tankstopp. Nachdem sich das Wetter etwas bessert (es regnet immer noch und ich ziehe meinen Regenschutz an), fahre ich weiter. In Landeck ist ein Stau auf der Autobahn. Um etwa 16.00 bin ich in Pfunds, einem fast schrecklich typischen Tiroler Touristenort. Ich finde ein Zimmer mit Frühstück um 260 ATS. Ich mache eine Spaziergang durch Pfunds. Die Kirche ist ein Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert mit einem interessanten Deckenfresko aus den 60er Jahren unseres Jahrhunderts. Es sind nicht viele Touristen hier. Ich bin heute 527 km gefahren und bin nur mäßig müde und fast nicht verspannt. Das Fahren auf der Autobahn ist mit der Virago auch gut gegangen. Man bringt auch mit der 500er einiges weiter. Die Verwendugn von Ohropax bei einer langen Fahrt ist empfehlenswert. Bin dann bald im Bett um für den nächsten Tag fit zu sein.

9.8.

Ich breche um 8.15 auf. Gleich nach Pfunds ist ja die Grenze und ich biege dann Richtung Schweiz ins Engadin ab. Ich muß auch bald wieder tanken (war schon etwas knapp!), finde in Scuol eine Tankstelle. Die Fahrt durch das Unterengadin ist zwar kurz, aber sehr schön. Teilweise ein weites Tal mit saftigen, grünen Wiesen, zu Beginn eine enge Schlucht – ich muß an „Heidi“ denken. Ich überlege, ob ich über St. Moritz fahren soll, es scheint mir dann aber zu weit; ich bin unsicher, ob ich soviel Zeit habe.

Die Straße über den Umbrail

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Umbrail-Paß

ist kaum mehr als eine Single-Road, teilweise auch nur geschottert, mit starken Steigungen und sehr engen Kurven. Am Plateau oben ist die Luft herrlich klar und frisch. Nun geht es die letzten 100 m hoch zum Stilfser Joch. Auch diese Straße ist sehr kurvig. Es sind extrem viele Touristen, vor allem Motorradfahrer, unterwegs. Die Fahrt runter ist ein echtes Kunststück. Die Straße geht oft nach einer Kurve parallel zurück. Unten halte ich kurze Rast vor Trafoi mit Blick auf Ortler, sehe sogar eine Lawine zu Tal gehen! Ich plaudere kurz mit einem Deutschen (BMW 1100). Er ist heute von zu Hause hierher gefahren (schon 800 km!) und fährt auch wieder zurück.

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Stilfser-Joch-Straße
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Ortler

Je weiter ich ins Tal komme, desto wärmer wird es. Bald sind auch die ersten, großen Obstplantagen zu sehen und schließlich auch die ersten Südtiroler Weingärten. Es herrscht viel Verkehr. Ich fahre auf der Schnellstraße nach Bozen und dann nach Kaltern. Mittlerweile ist es sehr warm geworden und ich freue mich schon, die Motorrad-Kluft auszuziehen. Aber erst gilt es noch ein Zimmer zu finden. Fast alles ist belegt, nur ein Zimmer ist noch frei, dieses allerdings nur bis Montag. Die Lage hier ist jedoch wunderbar. Das Haus liegt am Hang und hinten gehen die Weingärten hoch. Gleich hinter dem Haus ist eine Pergel und ein lauschiges Plätzchen, direkt unter den Reben. Eine sehr idyllische Angelegenheit. Ich gehe noch etwa für 2 Stunden ins Seebad am Kalterersee. Abendessen im Eggbauerhof. Ich besuche auch den Abendgottesdienst. Abschlußbier und Neil Diamond unter der Pergel auf der Terasse!out-0023a

10.8.

Wetter: sonnig und warm. Nach einer kurzen Pause in Kaltern – ich frage wegen eines Zimmers ab Montag – geht die erste Tagestour los: Tramin, Salurn, Cles. Die Hänge und der Boden der Täler sind mit Obst und Reben bepflanzt. Fast alle Flächen werden bewässert. Der Stausee bei Cles ist ebenfalls umgeben von Obstplantagen. Sehr schön fährt es sich auf der Straße auf den Mendelpaß; weit geschwungene Kurven, sanfte Steigungen – ideal für das Motorrad. Ich esse im Restaurant Paradiso am Mendelpaß. Über den Wäldern segelt ein Adler. Nach dem Essen geht es rasch zurück nach Kaltern und wieder an den See. Abends lese ich unter der Pergel Luzifers Hammer fertig. Abendessen gibt es dann im Kalterer Keller. Das Tower-Pub hat leider zu, so fahre ich noch in den Weinstadl, was aber ein totaler Fehlgriff ist, da es sich hier um ein Tanzlokal im alten Stil handelt: Eintritt (inkl. einem Getränk) 12.000 Lire, grausliche Live-Band und fast keine Leute da. Zum Ausgleich dieses Mißgeschicks trinke ich noch zwei Gläser Wein im Goldenen Stern.

11.8.

Ich packe am Morgen meine Sachen und suche ein neues Quartier. Die Villa Eden liegt zwar nicht an den Weinhängen, ist aber ein nettes Haus mit besonders lieben Gastgebern, einem älteren Ehepaar. Ich schlafe im ehemaligen Zimmer des Sohnes. Es ist sehr gemütlich. Es liegt direkt an der Straße zum Mendelpaß, auch nicht weit vom Zentrum und zum See ist es auch nicht weit. Ich halte mich aber nur kurz auf, denn heute steht die große Runde am Programm!

Zuerst geht es nach Meran, kurzer Stadtbummel. Dann weiter nach Dorf Tirol, viele Touristen. Ich fahre zur Seilbahnstation, wo man sehr schön in das Tal sieht. Leider ist es etwas trüb und dunstig. Runter geht es und ein Parkplatz ist nicht leicht zu finden. In voller Montur stapfe ich durch den Ort, was bei dem heißen Wetter alles andere als toll ist. Aber es lohnt sich. Bald kommt das Schloß Tirol in Sicht.

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Schloß Tirol

Kühn sitzt es dort auf dem Felsen über dem Tal. Aber bald geht es wieder weiter auf den Jaufenpaß. Auch diese Bergstraße ist wunderbar.

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Jaufenpaß

Gleich nach der Überquerung suche ich mir ein Plätzchen neben der Straße und verzehre mein Brot und meinen Speck. Runter geht es nach Sterzing und weiter nach Brixen. Stadtrundgang, gemischtes Eis und Dombesichtigung mit dem Gedenkstein an Oswald von Wolkenstein. Entlang des Eisack geht es zurück, vorbei an der Franzensfeste nach Bozen und dann nach Kaltern. Ich nehme mein übliches Abendbad im See. Abendessen auf der Terasse des Eggbauerhofes. Ich habe den Eindruck, daß man als Alleinreisender nicht sehr willkommen ist. Einbildung?

12.8.

Ich breche früh auf, anfangs ist es etwas trüb, aber ab Trento warm und sonnig. In Riva mache ich einen kleine Bummel zum Hafen des Gardasees; nette Stadt, beachtliche Kirche.

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Gardasee von Riva aus

Weiter fahre ich am östlichen Seeufer Richtung Süden. Es ist enorm viel Verkehr und sehr heiß. Ich habe nur eine geringe Kilometerleistung. Bis Sirmione brauche ich noch 4 Stunden. Sirmione ist voller Touristen. Rasch ein Pizza gegessen und dann wieder Aufbruch, Fahrt über das Westufer. Hier ist Hochsaison! Von Riva weg liegen auf jedem nur denkbaren Flecken und Felsen entlang des Sees die Touristen. Vor Riva wimmelt es von Windsurfern. Die Städte sind nett, typisch mediterran. Auch die Straße am Westufer – schmal, mit vielen Tunnels – ist reizvoll. Allerdings sollte man hier eher zu einer Zeit reisen, wo weniger Touristen unterwegs sind, vielleicht Frühjahr oder Herbst, wenn das Wetter schon warm und stabil ist. Die Fahrt ab Riva bis heim zieht sich, aber ich halte durch und gehe sogar noch kurz ins Strandbad auf ein Eis und schwimmen.

Zum Abendessen gibt es eine Pizza gleich ums Eck. Heute hat auch das Tower-Pub offen. Es sind hautpsächlich Jugendliche hier. Ich trinke ein Tennent’s und einen fantastischen Glenlivet. Übrigens ein Lob an das Pub: sie servieren den Whisky nicht mit Eis, sondern mit einem Wasserkrug!

13.8.

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Bozen

Ich fahre bei herrlichem Wetter gemütlich nach Bozen und finde gleich vor dem Waltherplatz bei einem Grillstand einen Parkplatz, der nur für Motorräder reserviert ist! Rundgang: Pfarrkirche, Walther von der Vogelweide. Laubengasse, Dominikanerkirche, Siegesdenkmal. Beim Grillstand esse ich Currywurst und Cola. Im heimfahren besuche ich auch noch Schloß Sigmundskron, war gar nicht so leicht zu finden, liegt aber gleich neben der Weinstraße. Im Seebad am Steg genieße ich die letzten Sonnenstrahlen, ein letztes Bad im See.

Am Abend geht es zum Weinfest und ich probiere einige Weine. Auch hier wird also das Fest des Huhnes zelebriert!

14.8.

Meine Heimfahrt geht über die Dolomitenstraße. Diese Straße ist natürlich ein Höhepunkt, Schluchten anfangs, dann die tolle Bergkulisse der Südtiroler Dolomiten. Vor der Grenze in Innichen esse ich schnell eine Pizza. Kurze Rast auf einem Parkplatz bei Spittal. Um 17.00 bin ich in St. Andrä am Ossiachersee in Kärnten, wo ich bei Verwandten nächtigen kann (die mich auch auf ein herzliches Abendessen einladen – Danke!) Da ich ziemliche müde bin, haue ich mich bald ins Bett.

15.8.

Nach dem Frühstück fahre ich ins Maltatal (Maut 80 ATS). Eine tolle Straße, kurvig, Tunnels, Wasserfälle über steile Felsen. Und letztlich diese riesige Mauer. Um 13.00 bin ich zurück und fahre noch ins Campingbad in Ossiach. Nur wenige Leute sind da, da das Wetter nicht so schön ist, leicht bewölkt und ein sanfter Wind. Finis terrae wird interessanter, sprachlich wirklich gut. Bald zieht ein heftiges Gewitter auf, Sturm peitscht den See auf. Ich warte etwas zu lange und fahre schließlich im strömenden Regen ins Quartier.

16.8.

Die Heimfahrt über die Autobahn verläuft gut und problemlos. Ich bin um etwa 14.30 zu Hause.

Austrian Alpine Tour

Eine Motorradtour über die schönsten Alpenpässe Österreichs.

Gemeinsam mit 2 Freunden (einer auf einer Yamaha Virago 500 wie ich, und einer mit einem Mahindra-Jeep) waren wir 11 Tage quer durch Österreich unterwegs. Eine der schönsten Motorradtouren! 2.050 km, 13 Alpenpässe.

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Von Perchtoldsdorf nach Aigen

Tag 1, Sonntag, 13.8.

Von Perchtoldsdorf geht es zunächst auf der B11 durch die Hinterbrühl, vorbei an Heiligenkreuz auf der NÖ Barockstraße. In Altenmarkt wechseln wir auf die B18 an der Nordseite der Gutensteiner Alpen und südlich des Wienerwaldes. Über die Kalte Kuchl gelangen wir auf die B21 und erreichen schließlich Mariazell (868m). Auf der B24 fahren wir entlang der 2. Wiener Hochquellenleitung auf einer interessanten Bergstraße, die nördlich des Hochschwab verläuft (9%, 11%, 18%, 16%!!). Es geht entlang der Salza bis An der Wacht (490m) wo wir auf die B25 Richtung Hieflau wechseln (22%, 18%, 17%!!). Bald erreichen wir die B146, die entlang der Enns bis Radstadt verläuft. Nach Hieflau fahren wir durch das berühmte „Gesäuse“ in den Ennstaler Alpen und gelangen nach Admont und schließlich Liezen (659m). Im nahen Aigen campen wir am Puterersee.

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Tag 1: 253 km, 217/975 müA, +-6151 HM

Wetter: Ganztätig warm und sonnig, abends beginnt es zu regnen und Abkühlung. Mittagessen im Salzatalhof, Abendessen beim Brückenwirt in Aigen.

 Über den Sölkpaß zum Ossiachersee

Tag 2, Montag, 14.8.

Wir brechen etwa um 9:00 Uhr auf und fahren weiter auf der B146 (heute B320) bis Gröbming, wo wir auf die Sölkstraße wechseln, die uns über den Sölkpaß mit 1790m bei Steigungen bis zu 16% führt.

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Sölk

Die Sölkstraße ist hinauf sehr schön, hinunter allerdings nicht so gut ausgebaut, teilweise schottrig. In Schöder fahren wir Richtung Oberwölzstadt und weiter auf der B75, wechseln auf die B83 (heute B317), auf der wir bis Schloß Pöckstein, kurz nach Hirt, fahren. Auf der B93 geht es an Strassburg und Gurk vorbei bis Feldkirchen. Nach kurzer Fahrt auf der B94 fahren wir an der Südseite des Ossiachersees bis St. Andrä, wo wir etwa um 16:30 Uhr ankommen und unsere Zelte aufschlagen.

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Tag 2: 195 km, 498/1796 müA, +-4137 HM

Wetter: Aufbruch im Regen, nach Sölkpaß Wetterbesserung und ab Hirt sonnig, nachts wieder leichter Regen.
Frühstück im Cafe Gabriel; Mittagessen im Braugasthof Hirt (nicht zu empfehlen); Abendessen in Pizzeria Trieste in Villach.

Nach Zell am See

Tag 3, Dienstag, 15.8.

Aufbruch um etwa 10:00 Uhr. Auf der B98 geht es nördlich, über Radenthein, vorbei am Millstätter See, nach Spittal an der Drau und von da weiter auf der B99 zum Katschbergpaß (1641m, 15%), Twenger Talpaß (1381m) und Tauernpaß (1739m)

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Obertauern

bis wir schließlich Radstadt erreichen (862m). Nun fahren wir auf der B163 nach St. Johann im Pongau und über die B311 direkt nach Zell am See.

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Tag 3: 200 km, 500/1745 müA, +-5200 HM

Wetter: Anfangs nur bewölkt, über den Tauernpaß Regen, dann wieder Wetterbesserung.
Mittagessen am Katschberg; Abendessen beim Steinerwirt.

Ruhetag in Zell am See

Tag 4: Mittwoch, 16.8.

Wetter: Regen. Tourruhetag mit Schlafen und zu Mittag selbstgekochte Spaghetti.

Durch Tirol bis Rankweil

Tag 5, Donnerstag, 17.8.

Der Tag beginnt um etwa 10:00 Uhr mit einer Fahrt auf der B168 bis Mittersill (790m) entlang der Salzach, im Süden der mächtige Großglockner. Nach Mittersill führt uns die B165 über Krimml zum Gerlospaß (1628m) – Maut! Nördlich von uns liegen die Kitzbüheler Alpen. Vorbei am Speicher Durlaßboden kommen wir über Gerlos (1246m) nach Zell am Ziller (575m), im Süden nun die Zillertaler Alpen. Entlang der Ziller auf der B169 fahren wir Richtung Norden nach Straß bei Jenbach und wechseln auf die B171, die als Ost-West-Achse entlang des Inn quer durch Tirol führt.

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Inntal

Wir passieren Hall, Innsbruck, Telfs, Imst und erreichen Landeck. Wir fahren auf der B316 hinauf nach St. Anton am Arlberg (1284m) und überqueren auf der B197 (13%) den Arlbergpaß (1793m).

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St. Christoph am Arlberg

Die B316 (heute S16) bringt uns nach Bludenz und die B190 nach Rankweil. Wir fahren nach Innerlaterns, wo wir bei einem Freund nächtigen.

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Tag 5: 326 km, 444/1799 müA, +-6254 HM

Wetter: Morgens bewölkt, keine Regen, tagsüber stetige Wetterbesserung.
Herzliche Aufnahme und Vorarlberger Gastfreundschaft mit viel Wein, Ochsenschwanzsuppe und Käse. Die „Hütte“ in der wir nächtigen ist absolut herrlich!

Über die Silvretta nach Ischgl

Tag 6, Freitag, 18.8.

Wir fahren um etwa 10:00 Uhr ab und durch das Laternsertal gelangen wir über des Furkajoch (1761m) nach Damüls,

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Furkajoch

über die B193 nach Au. Weiter fahren wir die B200 über den Hochtannbergpaß (1675m) nach Warth, wo wir die B198 über den Flexenpaß (1773m) zum Arlberg fahren. Weiter geht es auf der bekannten Strecke bis Bludenz, wo wir Richtung Silvretta auf der B188 bis Ischgl in Tirol fahren. Diese Mautstraße führt zum Silvretta-Stausse auf der Bielerhöhe (2036m).

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Silvretta Stausee

Wir kommen etwa um 16:00 Uhr in Ischgl an.

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Tag 6: 160 km, 574/2037 müA, +-5610 HM

Wetter: Anfangs sonnig, kühl, über Silvretta bewölkt.
Die Strecke insgesamt ist wunderschön. Maut Silvretta ATS 125,-, Mittagessen in Stuben, Abendessen im Goldenen Adler.

Zurück nach Zell am See

Tag 7, Samstag, 19.8.

Diese Tour führt auf der B171 bis Wörgl, auf der B170 bis Kitzbühel, B161 bis St. Johann in Tirol, B164 bis Saalfelden und B311 bis Zell/See.

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Tag 7: 254 km, 499/1359 müA, +-4410 HM

Wetter: schön.
Abendessen in Saalfelden, waren kurz im „Knast“ (ein Pub); in Zell ist ein Straßenfest, auf dem eine NÖ Rockband spielt – „The Spiters“!

Sprintwertung nach Bruck an der Glocknerstraße

Tag 8, Sonntag, 20.8.

Wegen Schlechtwetters verschieben wir die Glocknertour und nehmen Quartier in Bruck.

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Tag 8: 6 km, 750/775 müA, +-85 HM

Großglockner

Tag 9, Montag, 21.8.

Nach Süden „besteigen“ wir auf der Großglockner-Hochalpenstraße, B107, (Maut!) den höchsten Berg Österreichs (3797m). Vorbei an der Edelweiß-Spitze (2571m) im Osten (14%) und am Fuschertörl (2428m) erreichen wir das Hochtor, den höchsten Punkt unserer Reise: 2504m. Ein Abstecher zur Franz-Josefs-Höhe (2369m) bringt uns in unmittelbare Nähe des Glockners und der Pasterze. Hinunter (12%) geht es dann nach Heiligenblut (1300m) und entlang der Möll nach Winklern (965m) wo wir auf die B107 Richtung Lienz wechseln und nach dem Iselsberg (11%) auf die B100 (Drautalbundesstraße) nach Oberdrauburg. Von da auf der B110 über den Gailbergsattel (982m – 10%), über Kötschach-Mauthen auf die B111 entlang der Gail nach Hermagor und über Arnoldstein auf der B83 und B85 gelangen wir bis Dobrollach am Faaker See.

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Tag 9: 211 km, 503/2504 müA, +-5797 HM

Wetter: stark bewölkt, bis zum Hochtor Regen und Nieseln, leichte Wetterbesserung, im Gailtal einige heftige Regenschauer.
Maut ATS 230,-; Mittagessen in Winklern.

Über den Soboth und nach Graz

Tag 10, Dienstag, 22.8.

Auf der B83 fahren wir am Wörther-See vorbei nach Klagenfurt und weiter auf der B70 nach Völkermarkt. Anschließend geht es auf der B80 nach Lavamünd (348m). Wir erklimmen den Soboth (höchste Stelle davor mit 1349m) – wir müssen wegen Bauarbeiten eine Nebenstraße (Single-Road) nehmen – auf der B69 und kommen nach Eibiswald. Nun nehmen wir die B76 nach Graz über Deutschlandsberg.

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Tag 10: 182 km, 323/1358 müA, +-3713 HM

Wetter: morgens leicht bewölkt und Regen, tagsüber wunderschön und warm.
Mittagessen in Lavamünd, Campingplatz Central in Graz ATS 220,- pro Stellplatz, nehmen noch ein herrliches Bad im Freibecken, Abendessen in der Nähe des Campingplatzes.

Heimat

Tag 11, Mittwoch, 23.8.

Ab Graz nehmen wir die B65 bis Gleisdorf, wo wir auf die B54 wechseln. Die B54 bringt uns zum letzten Paß der Tour, dem Wechsel (980m) und schließlich nach Wr. Neustadt. Danach bringen uns Nebenstraßen der B17 zurück an den Ausgangspunkt Perchtoldsdorf und für mich geht es auf gewohnter Strecke bis Schönberg.

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Tag 11: 264 km, 172/948 müA, +- 3486 HM

Wetter: durchgehend schön.
Mittagessen in Tauchen/Wechsel

Alle Karten von motoplaner.de. Die Höhenangaben unter den Karten wurden aus SRTM-Daten berechnet und sind daher nicht ganz präzise (müA: tiefster/höchster Punkt in Meter über Adria; HM: zurückgelegte Höhenmeter).

Mit dem Motorrad auf den literarischen Spuren von Carl Amery

Carl Amery war ein genialer Mensch! Seine SF-Bücher haben mir unglaublich neue Denkweisen und Ansichten eröffnet, aber auch seine theoretischen Schriften. Besonders seine „Wallfahrer“ haben mich voll fasziniert. Gefunden habe ich das Buch vor Jahrzehnten auf einem Flohmarkt. Dann ging es los: ich las alle SF-Bücher von Amery. Amery kann wirklich dichten! Was Stephen King auf 1000 Seiten nicht unterbringt, verpackt Amery locker in einige 100 Seiten und ist trotzdem gehaltvoller.

Ein Traum von mir war, all die Orte in Bayern, die Amery in seinen Büchern erwähnte, die eine wesentliche Rolle spielen, zu besuchen. So führte mich meine erste große Motorradtour mit meiner Yamaha Virago 500 im Jahr 1995 nach Oberbayern.

Das Königsprojekt eines Wallfahrers, der an den Feuern der Leyermark das Geheimnis der Krypta sucht und den Untergang der Stadt Passau erlebt.“

1. Tag

Meine Reise führt mich von Schönberg aus über die B 38/B37 nach Zwettl, Freistadt, Bad Leonfelden, über die Grenze zur B 388 und nach Passau.

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Passau

Natürlich muss man den Dom besuchen und am Inn entlang spazieren. Passau ist geprägt vom „weißen Gold“.

 

Ich fahre nach Altötting weiter.

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Altötting

Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche „z’Eding“ genieße ich mein erstes Mittagessen in Bayern: Schweinsbraten – was sonst! Der „Doud z’Eding“ ist ein Skelett an einer Kunstuhr, dass im Sekundentakt sengst.

Weiter geht’s nach Seebruck und dann erstmals der Chiemsee. Am Abend erreiche ich mein Quartier in Schmieding; ein schöner, abgelegener Bauernhof.

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Pertl in Schmieding

2. Tag

Dieser Tag ist mein Wallfahrtstag. Zuerst fahre ich nach Wasserburg am Inn, eine sehr reizvolle, kleine, schöne Stadt.

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Wasserburg

Auf dem Weg komme ich am NATO-Stützpunkt Lampferding vorbei.

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Lampferding

Zu Mittag erreiche ich Tuntenhausen, ein kleiner Wallfahrtsort. Tuntenhausen ist ja der zentrale Ort des Geschehens in „Die Wallfahrer“.

Während ich die Wallfahrtskirche besichtige gibt es ein heftiges Gewitter! Mittagessen gibt es gegenüber der Kirche beim Metzger. Nachmittags geht es weiter nach Rosenheim, wo ich im Lokschuppen die bayrische Landesausstellung „Salz macht Geschichte“ besuche.

3. Tag

Ein Klassiker bei jeder Bayern-Tour ist natürlich Herrenchiemsee: das Schloß des „Verrückten“ und Museum über Ludwig II.

Aber auch ein Besuch von Frauenchiemsee lohnt, besonders die Torhalle und Kirche. Frauenchiemsee selbst ist eine besonders reizvolle kleine Siedlung.

4. Tag

Dieser Tag bringt mich nach Freising. Ich besichtige den Dom und die Krypta.

Nachmittags steht München am Programm: Schloß Nymphenburg, Park und botanischer Garten;

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Nymphenburg

Ludwigskirche und -straße, Theatinerkirche, Marienplatz.

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Theatinerkirche München

5. Tag

In Urschalling besuche ich morgens die Messe. Anschließend fahre ich wieder nach Rosenheim, um das Heimatmuseum zu besuchen. An diesem Tag ist auch das traditionelle Bürgerfest. Mein letzter Tag in Bayern findet eine Krönung bei einem tollen Mittagessen in der Klosterstube: Leberknödelsuppe und Schweinsbraten! Nachmittags bummle ich noch durch die Stadt und nehme Abschied.

6. Tag

Die Heimfahrt geht rasch, aber öde über die Autobahn München-Salzburg-Melk und über die Wachau nach Krems und ins Kamptal.

Insgesamt etwas über 1.000 km.

P.S.: Die Bilder wurden damals noch analog gemacht (Dias) und erst viel später digitalisiert, deshalb bitte nicht über die Qualität meckern!